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 Die Klippen

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BeitragThema: Die Klippen   Fr Jan 03 2014, 20:07

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BeitragThema: Re: Die Klippen   Do Jan 23 2014, 22:40

Es war ein wundervoller Tag, so ein Tag, der zu schade war, um ihn drinnenzu verschwenden. Also ging icn spazieren. Am Strand entlang auf der suche anch einem ruhigen Platz, an dem ich meine Ruhe hatte und an dem ich mich entspannen konnte. Daher ging ich gemächlichen Schrittes auf die Klippen und setzte mcih dann oben an die Kante. Mein Blick glitt ruhig über die ebenfalls ruhigen See. Große Wellen rollten auf den Strand zu und sich schließlich an den Felsen brachen. Die Tropfen spritzten teilweise. Is zu mir hoch, die Luft war salzig und warm. Ich atmete tief durch und schloss genüsslich die Augen. Über mir schrien die Möwen. Neben mir lag Jamies Jacke. Noch immer roch sie nach ihm. Und wie mir aufgefallen war, roch er wirklich gut.
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BeitragThema: Re: Die Klippen   So Jan 26 2014, 02:14

Es waren nun einige Tage seit meiner Ankunft in Liberty vergangenen, und ich könnte nicht behaupten, das es gut. Für mich lief. Meinen Zimmer nachbar bekam ich kaum zu sehen, und die einzige Person die ich bisher kennengelernt hatte hegte scheinbar keine großen Sympathien für mich. Im großen und ganzen war alles eine einzige scheiße. Nach außen hin spielte ich den Selbstbewussten unbeschwerten Junge der ich im grunde meines herzens auch war, jedoch begann die fassade die ich mir errichtet hatte langsam an in sich zusammen zu fallen. Es war ein Gefühl welches mir eigentlich völlig fremd war. Vielleicht erwartete ich momentan aber auch zu viel von der gesamten situation, tief im Inneren fehlte mir das Leben welches ich hinter mir gelassen hatte, das war deutlich spürbar. In meinem zimmer erdruckte mich gerade alles, ich musste einfach raus, mir klare Gedanken schaffen. Ich zog mir ein Hemd über, die dunkle Jeans, Band mir ein tuch um den hals, und trat aus der Tür, auch auf die gefahr hin, das ich mir draussen den tot holen würde. Ich hatte mich noch nicht um die wieder Beschaffung meiner Jacke gekümmert, eine Sache die mir schließlich weniger sorgen bereitete, als mein momentaner zustand. Mein blick war starr auf den Boden gerichtet, als ich wieder aufsah bemerkte ich das ich das Schulgeländelängst verlassen hatte, und an einem Strand gelandet war. Der Wind wehte mir eisig entgegen, doch entschlossen trat ich den ersten Schritt in den Sand, und atmete tief durch. Der anblick des Wassers hatte etwas beruhigendes an sich, und ich merkte wie die anspannung in mir deutlich nachließ. Bald würde die sonne untergehen, ich lächelte verschlossen mit dem blick aufs wasser, und lauschte dem rauschen der wellen.
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BeitragThema: Re: Die Klippen   So Jan 26 2014, 19:17

Trotz der ruhigen, natürlichen Umgebung machte sich ein Gefhl in mir breit, das ich in den letzten Wochen oft gehabt hatte. Das Gefühl, verfolgt zu werden. Ich hatte in den letzten Tagen, seit ich Jamie getroffen hatte, darüber nachgedacht, warum er mir solche Angst eingejagt hatte. Und ich hatte den Grund herausbekommen. Er erinnerte mich an die Gestalt im Regen, die mich seit meinem ersten Tag hier verfolgte. Wie ein zweiter Schatten folgte sie mir überall hin, egal, wohin ich auch ging. Wenn ich im Unterricht war, stand sie vor dem Gebäude und beobachtete mich. War ich beim Schwimmtraining, beim Skaten oder am Strand, sie beobachtete mich. Langsam hatte ich das Gefühl, paranoid zu werden. Selbst jetzt meinte ich zu spüren, das er (sie war eindeutig ein Kerl) in der Nähe war. Es war wie ein leichter Stromschlag, ein Prickeln in der Luft. Nervös sah ich mich um, doch ich konnte niemanden sehen. Ich zwang mich wieder ruhig zu atmen und konztenrierte mich auf den gleichmäßigen Rythmus der Wellen, um meinen Puls auf ein normales Level zu senken. Wie ich es eben auch vor einem größeren Wettkampf tat. Als ich wieder ruhig war, mein Herz langsam und stetig shcug und mein Brustkorb sich regemäßig hob und senkte begann ich zur Ablenkung leise zu singen. Es war ein Lied, das meine Mutter mir beigebracht hatte. Es war ein Lied, das mit seiner langsamen, hypnotisierenden Melodie alle Sorgen vertrieb. In all den Jahren hatte ich gelernt, es perfekt zu singen udn doch meine eigene Interpretation einzuflechten. Es war Westlife mit You raise me up. Die Worte kamen mir leicht über die Lippen und wurden vom Wind weitergetragen, klangen leise am Strand entlang. Beim Singen schloss ich erneut die Augen und versuchte das, was ich sang, umzusetzen. Ich wollte stark sein, wollte genug Kraft und Selbstvertrauen haben, einfach zu Jamie zu gehen, ihm seine Jacke zurückgeben und ihn um Verzeihung bitten, dass ich mich so verhalten hatte. Er musste jetzt sonst was von mir denken. Doch das konnte ich nicht. Ich schämte mich, das ich ihn mit meiner Art gekränkt hatte, schämte mich zu sehr, als das ich jetzt einfach zu ihm gehen konnte. Als ich das Lied zu Ende gesungen hatte nahm ich mein kleines Tagebuch aus meiner Tasche und begann in meiner kleinen, geschwungenen Handschrift zu schreiben:

Warum kann ich nicht so sein wie andere? Andere überwinden ihre Schwächen und zeigen Stärke, stellen sich ihren Ängsten und können mutig sein. Doch ich kann das nicht. Da treffe ich einmal einen wirklich süßen, freundlichen Jungen und ich hab nichts besseres zu tun als sofort vor Angst zu schlottern! Warum kann nicht ich einmal ein normales Leben haben? Warum kann ich ihm nicht einfach sagen, wie ich mich gefühlt hab, bevor ich Angst bekam? Warum kann ich ihm nicht sagen, das ich mich geborgen fühlte, als er da war? Das ich mich gefühlt hatte, als wäre ich nach einer langen Reise endlich nach Hause gekommen? Ganz einach: Weil ich ein Feigling bin. Ein einfacher, schwacher Feigling. Ich schaffe es einfach nicht! Ich habe niemanden, an den ich mich wenden könnte, niemanden, der mir einen Rat geben könnte... Ich bin allein...
Mit einem tiefen Seufzen ließ ich den Stift sinken und klappte das Bch vorsichtig zu. Nachdem ich die kleine Klammer an der Seite verschlossen hatte, wanderte es wieder in meine Tasche. Mittlerweile hatten Wolken die Sonne verdeckt und ein scharfer Wind war aufgekommen. Doch es war mir egal. Reglos blieb ich in meinem schwarzen Top und der dunklen Jeans an der Klippenkante sitzen, den Blick auf einen Punkt in weiter Ferne gerichtet. Der Wind zauste meine Haare und mein Körper begann zu zittern, doch ich ignorierte es. Aus einem unerfindlichen Grund machte es mir nichts aus. Selbst wenn ich jetzt und hier erfrieren oder von der Klippe gepustet wurde, es machte mir nichts aus.
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BeitragThema: Re: Die Klippen   Mo Jan 27 2014, 16:12

Leben heißt Veränderung, predigten die großen Philosophen unseres Lebens, und auch meine Mutter, hatte es mir oft genug gesagt, wenn ich mal wieder glaubte an allem was, das Leben mir bot, gescheitert zu sein. Eigentlich konnte ich mich doch glücklich schätzen, das ich es überhaupt so weit gebracht hatte. Es war nicht immer leicht gewesen, und vielleicht würde es dies auch nie sein. Wir müssen alle tagtäglich kämpfen für die Dinge die wir erreichen wollen, denn im Leben fällt einem nun mal nichts in den Schoss, man bekam absolut nichts geschenkt. Je eher man sich dessen bewusst wurde, desto eher konnte man damit beginnen sein Leben selbst in die Hand zu nehmen. Ich wusste noch nicht genau wohin mich mein Weg eines Tages führen würde. Ich hatte noch keine Vorstellung davon welchen Beruf ich erlernen wollte auch, wenn ich wusste, das ich mich dem Wunsch meines Vaters wohl beugen würde selbst, wenn es mir missfiel, und nicht zu sagte. Einfach um ihn damit ein gefallen zu tun, wahrscheinlich war dies eben meine größte schwäche. Ich war viel zu sehr darauf bedacht, anderen immer zu gefallen, und nicht selten hatte ich mich für sie auch verstellt, geändert, um ihnen alles recht zu machen. Eine Entscheidung was einige Dinge betraf war längst überfällig, doch ich schob alles vor mich hier, und dachte manchmal immer noch es erledigte sich von selbst, oder ein anderer würde sich meinen Problemen annehmen. Alles schien mich von innen heraus auszubrennen, und mit einen entschiedenen Kopfschütteln zwang ich mich dazu, einen andren Gedanken aufzufassen. Ich ging einige Schritte die Klippen entlang, als ich aus den Augenwinkeln eine Person wahr nahm. Einige Augenblicke musterte ich sie, dann war ich mir sicher, das es sich um Lynn handelte. Was hatte sie hier nur verloren? In dieser eiseskälte. Ich fragte mich ob es klug war sie anzusprechen, schließlich war mir das treffen vom letzten mal in der Erinnerung geblieben. Also stand ich erstmal einfach nur da. Und versuchte eine Entscheidung mit mir auszumachen.
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BeitragThema: Re: Die Klippen   Mo Jan 27 2014, 22:08

Resigniert ließ ich mich auf den Rücken fallen, obwohl mir die scharfkantigen Steinchen in die Haut schnitten. Einem Impuls folgend nahm ich Jamies Jacke und atmete ihren Geruch tief ein. Er war wie ein Anker für mich, auf eine verquere, nciht nachvollziehbare Art. Er beruhigte mich und ich konnte endlich mal wieder durchatmen. Mit beiden Händen strich ich mir übers Gesicht, dann schlug ich heftig mit der Faust auf den Boden neben mir, nur um gleichdarauf ein achmerzerfülltes Knurren auszustoßen, mich aufzurichten und mir die Handkante zu reiben. Und da heißt es, man lernt aus seinen Fehlern... grummelte mein Unterbewusstsein, während sich mein Herz und mein Verstand - mal wieder - zankten, wer Schuld daran war, das ich mcih auf irgendeine Weise zu Jamie hingezogen fühlte. "Man, wieso kann ich es Jamie nciht einfach sagen? Es wäre wo einfach... 'Jamie, ich weiß, wir kennen uns nocht nciht sehr lange, aber, obwohl ich bei unsere letzten Begegnung etwas komisch war, hab ich mich in dich verliebt...' Es wäre ein Satz! Nciht mehr! Und ich Feigling trau mich das nicht!" schimpfte ich vor mich hin, wobei meine Stimme in der Passage, wo ich mit 'Jamie' sprach, um einiges weicher und scheuer wurde. Ja, an Fantasie mangelte es mir sicherlich nciht...
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BeitragThema: Re: Die Klippen   Mo Jan 27 2014, 23:33

Ich stand immer noch regungslos an der selben Stelle einige Meter von ihr entfernt, und es wunderte mich gar nicht, das si esie mich noch nicht benerkt hatte, da sie in ihre selbstgespräche vertieft war ihre Worte kamen alleedings nicht bei mir an so das ihre nächste Reaktion völlig unverständlich für mich war. Sie holte mit der Faust aus, und schlug damit auf den spitzen fels. Ich riss verwundernt und erschrocken die Augen weit auf. Was sollte die Aktion nun wieder? Irgendwas musste ich tun bevor sie sich noch ernsthaft verletzte. Eiligen Schrittes kam ich auf sie zu, und schnaubte erstmal entrüstet als ich ihre blutigen fingerknöchel sah. "kannst Du mir mal verraten was das hier werden soll?" fragte ich sie, Griff nach dem Tuch um meinen hals, und Band es ihr um die Hand.
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BeitragThema: Re: Die Klippen   Di Jan 28 2014, 19:51

Mir entfuhr ein lächerliches, kleines Kreischen, als ich ihn hinter mir hörte. Als er mir mit seinem Halstuch die blutigen Fingerknöchel verband, wurde ich rot. Wie lange steht er schon da? Hat er mich gehört? Auf seine Frage, was ich denn überhaupt damit bezwecken wollte, mir die Hände wundzuschlagen senkte ich den Kopf. "Ich..." Ich seufzte "Ich wollte mir einen Wunsch austreiben, der sich wohl eh nie erfüllen wird" antwortete ich wahrheitsgemäß. Meine Wangen färbten sich noch eine Spur röter und ich spürte die Hitze unter meiner Haut pulsieren. Dann kam mein Verstand wieder soweit auf Touren, um sich zu fragen, warum er mir überhaupt half. Und genau das fragte ich ihn. "Wieso hilft du mir eigentlich? Ich war letztens so... abweisend zu dir..." murmelte ich, wobei meine Stimme zum Ende hin leiser wurde. Langsam kühlten meine Wangen wieder ab und nahmen ihre normale Farbe an, nur um kurz darauf vor Kälte weiß zu werden. Ich hatte gar nicht gemerkt, wie sehr ich schon zitterte. Es war ein Wunder, das ich überhaupt noch gerade saß. Er hielt noch immer meine bandagierte Hand in der Seinen und erneut wurde ich rot. Seine Berührung brachte mich total durcheinander. Wie ein elektrischer Impuls floss ein Kribbeln von meinen Fingern den Arm hinaus und in meine Brust, von wo aus es sich im ganzen Körper ausbreitete.
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BeitragThema: Re: Die Klippen   Di Jan 28 2014, 20:40

Als ihr schrei die Stille durchbrach war ich erneut verwundert, und erschrocken, was mich dazu verleitete einen Schritt von ihr zurück zu weichen. "Beruhig dich bitte, ich hab nicht die Absicht dir etwas zu tun" Versicherte ich ihr, und fragte mich ob ich bei ihr wirklich so einen schlechten Eindruck hinterlassen hatte, das sie anfangen musste zu schreien, wenn ich mich in ihrer nähe aufhielt. Ich hörte ihr aufmerksam zu als sie sprach, und nickte ihr verständnisvoll zu. "Meiner Meinung nach ist die Zeit die man mit wünschen verbringt verlorene Zeit, man sollte die Dinge schon in Angriff nehmen, sonst kann sich daraus auch nichts entwickeln, und es bleibt eben nur ein Wunsch." sagte ich, und nahm neben ihr platz. Dabei bemerkte ich, dabei fiel mein Blick, auf den Gegenstand neben mir. Ohne Zweifel konnte es sich dabei nur um meine braune Lederjacke handeln, die ich bei ihr zurück gelassen hatte. Ein leiser Verdacht weckte sich in mir aber, das konnte nicht wahr sein, oder doch? Ich schielte unbemerkt zu ihr rüber, und ihre Wangen hatten diesen rötlichen farbton angenommen, ich seufzte unbemerkt auf. "Ist doch in Ordnung, wir haben alle mal diese Tage, dafür wird keiner einem verhasst" Erklärte ich ihr zögerlich. "Zumindest hasse ich dich nicht dafür" Fügte ich noch schnell hinzu. Ich bemerkte, das ich immer noch ihre Hand hielt. "Du musst die Hand drauf behalten, das stoppt die Blutung" gab ich ihr den Rat, zog meine Hand dann zurück, ließ mich rückwerts nach hinten fallen, und verschränkte die Hände hinterm kopf.
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BeitragThema: Re: Die Klippen   Di Jan 28 2014, 21:07

Mein Herz schwelgte in seiner Nähe, seinem Geruch, dem Klang seiner Stimme. Mein Unterbewusstsein machte ausnahmsweise sogar mit, bis mein Verstand sie hart anfuhr: Hört damit auf! Ihr benehmt euch wie kleine Kinder! Könnt ihr nicht einfach mal ganz normal sein? So toll ist er nun auch nciht! ein leises, sehnsüchtiges Seufen entrang sich meiner Kehle und ich legte die Hände aufeinander, als er mich losließ. Sanft aber stark genug drückte ich das Tuch auf die Wunde und ließ die Finger zu Jamies jacke gleiten, die zwischen uns lag. Mein Unterbewusstsein tobte deshalb, er saß schließlich direkt neben mir, doch mein Verstand, mein Herz und vor allem mein Körper achteten nicht darauf. Sobald das kühle Leder meine Fingerspitzen berührte, entspannte ich mcih. "Naja, es ist ein Wunsch, den ich gerne erfüllt hätte, aber ich bin nunmal feige... Sonst wäre er bald hoffentlich kein Wunschdenken mehr..." murmelte ich und sah zu ihm hinunter. Die wenigen sonnenstrahlen, die sich durch die dichte Wolkendecke stahlen, ließen seine Haut leuchten und ich musste mich beherrschen, ihm nicht über Wange oder Kiefer zu streicheln.
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BeitragThema: Re: Die Klippen   Mi Jan 29 2014, 20:39

Ich schloss die Augen, und atmete tief durch. Das Hemd was ich trug, schützte mich nicht vor der eisigen Kälte, doch da Lynn eine Hand auf meiner Jacke liegen hatte, verzichtete ich darauf sie wieder an mich zu nehmen. Ich wollte ihr keinen falschen Eindruck vermitteln, oder in ihr die Hoffnung erregen, das wir gerade mehr teilten als den Augenblick. Aber ob ich ihr, das auch so sagen konnte ohne, das sie in Tränen ausbrechen würde? Ich hatte ja eigentlich angenommen, das sie von mir nichts mehr wissen wollte, nach dem sie mich quasi ignoriert hatte. Mir gefiel es absolut nicht gerade in dieser Situation zu stecken, egal was passieren würde, es würde doch in der reinsten Katastrophe enden. Ich musste lange überlegen bevor ich ihr eine Antwort gab. Vielleicht war es eine der guten Eigenschaften von mir, das ich immer alles auf den Punkt brachte, und frei heraus sprach was ich dachte. Ich musste einfach irgendwas unternehmen, ich wollte sie schließlich nicht verletzten. Ich musste einfach konkret wissen was Sache war. „Magst du es mir erklären?“ fragte ich hoffnungsvoll, vielleicht sprach sie ja von etwas, oder wem ganz anderen, und ich bildete mir einfach nur ein, das es bei ihrem Problem gerade um mich ging. Obwohl ich mir schon ziemlich sicher war, die Zeichen waren nun mal eindeutig, für mich zumindest.
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BeitragThema: Re: Die Klippen   Mi Jan 29 2014, 21:13

Alles nur das nicht! kreischten Herz, Verstand und Unterbewusstsein im Chorn und ich schüttelte leicht den Kopf. Ich will dich damit nciht belasten... murmelte ich als Begründung und reichte ihm seine Jacke. Auf eine erleichternde Weise war es gut, sie ihm zurückzugeben. Dann musste ich nicht länger damit kämpfen, ob ich sie ihm gab und wie. Das war in den Tagen zwischen unserer letzten - und ersten - Begegnung und heute eins meiner größeren Probleme gewesen: Was sagte ich ihm, wenn ich ihm seine Jacke zurückbrachte. Jetzt war mir das abgenommen.
Eisiger Wind schnitt mir in die bloßen Arme und die feine Haut am Hals, doch es war mir egal. Mir war klar, das das mit uns nie etwas werden würde, das mein Verlangen Wunschdenken war. Je eher ich das einsah desto besser war es für mich.
Schweigend starrte ich hinaus auf die unruhige See, wünschte mir, ich konnte jetzt dort sein, inmitten der Wellen.
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BeitragThema: Re: Die Klippen   Mi Jan 29 2014, 21:49

Während ich auf eine Antwort wartete, fragte ich mich ob ich sie auch wirklich hören wollte, und presste leicht die Lippen aufeinander. Doch dann ließen ihre Worte mich aufstutzen. Das war definitiv nicht, das womit ich gerechnet hatte, und doch hatte ich es vermutet. Auch, wenn sie manchmal etwas zerbrechlich in ihrer Person wirkte, hatte ich ihr doch mehr stärke zugetraut. Aber davon war nichts zu sehen, ich für mein Teil wusste wie schwer es sein konnte, jemandem seine wahren Gefühle zu offenbaren, aber das hat mich nie davon abgehalten auch zu kämpfen, denn selbst wenn ich daran gescheitert war, konnte ich immer noch in den Spiegel sehen, und zu mir sagen, das ich es wenigstens versucht hatte. Irgendwie war ich von ihrer Reaktion enttäuscht, wie konnte man nur so schnell aufgeben? Ich legte den Kopf leicht schief, und sah sie stumm an. Kam da jetzt noch mehr, oder ist es, das schon gewesen, fragte ich mich, und nahm meine Jacke entgegen. Ich dachte darüber nach ob es vielleicht auch besser war, das sie ihre Gedanken für sich behielt, besser für sie um im Umgang mit mir weiterhin klar zu kommen. Ich war mir in zwischen sicher, das sie mir in Bezug auf mich was zu sagen hatte, und jetzt dachte sie wohl alles wäre verloren, und die Welt würde untergehen. Ist ja nicht so, das ich es nicht nach emfinden konnte. Mein Blick glitt an ihren Armen hinunter. Ich seufzte laut auf. Ich rückte näher an sie heran, weil ich einfach dachte, sie könnte jemanden gebrauchen der jetzt für sie da war auch, wenn ich mir dafür eine Ohrfeige einfangen würde, es ließ mich einfach nicht kalt, wie sie so schutzlos da saß, und ihr blick traurig aufs meer ging. Schützend legte ich einen Arm um sie, und strich ihr eine Haarsträhne aus dem Gesicht. Dieser Moment brauchte meiner Meinung nach keine Worte, alles andere lag nun an ihr.
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BeitragThema: Re: Die Klippen   Mi Jan 29 2014, 22:03

Ich wollte es ihm sagen. Es war nicht fair, es ihm vorzuenthalten, schließlich betraf es ihn genauso wie mich. Als er mich in den Arm nahm, knickte ich ein. Mein Kopf sank an seine Schulter, Tränen bildeten sich in meinen Augen. Doch ich unterdrückte sie entschlossen udn straffte mich. Sosehr ich seine Nähe auch genoss, ich wollte ihm ins Gesicht sehen können, wenn ich es ihm sagte. Daher richtete ich mich auf, Entschlossenheit funkelte in meinen Augen, aber auch tiefe Zuneigung und Furcht. Letzteres überwog, ich hatte Angst vor seiner Antwort, seiner Reaktion. Und trotzdem musste ich das jetzt tun.
Ich blickte ihm fest in die Augen.Jamie, ich weiß, das ist jetzt... plötzlich, aber du faszinierst mich. Bei dir fühle ich mich sicher, geborgen. Ich hoffe das überrumpelt dich jetzt nicht zu sehr, aber... ich habe mich in dich verliebt" Ich zwang mich, meine Stimme nicht leiser werden zu lassen, als sie ohnehin schon war, und seinem Blick nicht auszuweichen. Nervös wartete ich auf seine Reaktion.
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BeitragThema: Re: Die Klippen   Do Jan 30 2014, 16:01

Einige Minuten herrschte Stille zwischen uns, dann richtete sie sich wieder auf. Wir sahen uns beide an, zwar war mir immer noch nicht klar, ob ich es wirklich so haben wollte, aber es wäre Feige dem ganzen jetzt einfach aus dem Weg zu gehen, und so zu tun als wäre nichts gewesen. Und dann öffneten sich ihre Lippen, und ihre Worte flogen hart an mir vorbei, wie ein Schwarm Vögel. Ich musste einige male schwer schlucken. Für mich war es irgendwie nicht nachvollziehbar. das sie in so kurzer Zeit so starke Gefühle für mich entwickelt haben sollte. Vor allem für mich, ich hielt mich nicht für den Typ Mann dem die Frauen Reihenweise zu füssen lagen. Irgendwas musste ich sagen, sie erwartete es, und ich selbst von mir auch. "Ich versteh, das ja, ehrlich" sagte ich, und fuhr mir seufzend durch die Haare, und es entsprach der Wahrheit, ich konnte tatsächlich verstehen was zur Zeit in ihr vorging. "Aber gib mir doch auch die Zeit dich kennen zu lernen", dies war meine einzige bitte, ich wusste schließlich gar nichts von ihr, und noch weniger wusste ich ob sich in naher Zukunft mehr zwischen uns entwickeln würde als nur ne gute Freundschaft
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BeitragThema: Re: Die Klippen   Do Jan 30 2014, 18:30

Zeit... Was ist schon Zeit... Sie kommt und ght, sie verfliegt schneller als ein erschrockener Vogel und sie ist verräterisch... philosophierte mein Herz, das ihn am liebsten sofort küssen wollte. Meine Fingernägel gruben sich tief in meine Handfläche und mein Unterbewusstein schnauzte: Sei nicht so naiv! Warum sollte er ausgerechnet von dir etwas wollen, wo er dich doch erst sein ein paar Tagen kennt und dich erst einmal gesehen hat?! Irgendetwas musste ich sagen, es kam blöd, wenn ich jetzt stumm dasaß. "Tut mir Leid, das ich damit so überfallen hab... Ich verstehs selber noch nicht so ganz" murmelte ich. "Und du hast Zeit, soviel du willst. Ob ich jetzt noch ein paar Monate länger auf etwas warte ist nicht weiter von Bedeutung..." Ich hatte in meinem Leben schon so viel Zeit mit warten vertan, da kam es auf die paar Monate nun wirklich nicht mehr an. Ich hatte gewartet. Auf die richtige Welle. Auf den Sommer. Auf meine Eltern. Meinen ersten Schultag. Den erlösenden Gong. So viel Wartezeit... Ich hob beide Hände, um mir übers Gesicht zu streichen, doch als ich die kleinen, blutenden Wunden bemerkte, die meine Nägel hnterlassen hatten, schloss ich schnell die Faust, um sie vor ihm zu verbergen. Ich hasste es, wenn man mich bemutterte. Ich wollte frei sein, selbstständig. Wie gern würde ich einfach loslaufen und erst stehenbleiben, wenn ich ganz allein war. Denn dann wäre ich frei. Dann gäbe es niemanden mehr, der mir Vorschriften machte, niemanden, der mir sagte, was ich zu tun und zu lassen hatte, wann ich etwas tun sollte.
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BeitragThema: Re: Die Klippen   So März 02 2014, 13:13

Man war ich erleichtert, das es nicht nur mir so ging. Ich verstand die Situation nämlich wirklich nicht so ganz. Vielleicht war Lynn einfach einsam, und ich war gerade der nächst Beste der vorbei gekommen war, von dem sie jetzt die Hoffnung hegte er würde ihr den Platz in seinem Herzen zusprechen, der erst vor einiger Zeit frei geworden war. Aber so einfach lief, das alles nunmal nicht, zumindest nicht im wirklichen Leben. Irgendwie war es aber klar, das Mädchen dies anders sahen, wenn ich ständig vor Liebesfilmen sitzen würde, in denen Mann, und Frau sich schon nach 90 Minuten laufzeit, das Ja Wort geben, mein Gott, dann würde ich mich wohl auch auf so eine falsche Realität versteifen. "Mach dir deswegen keinen Kopf okay" Sagte ich, griff nach einem Stein, und warf ihn dann weit hinaus ins Wasser. "So was passiert eben. Mir nur nicht jeden Tag, das musst du verstehen" Ich legte den Kopf leicht schief, und lächelte sie an. Ich war so erleichtert darüber, das wir das Thema nun halbwegs abgeschlossen hatten, ich war völlig unbeholfen was, das alles anging. Mir war klar, das wir hier nicht sitzen bleiben konnten, Lynn war mal wieder aus dem Haus gelaufen, ohne einen Blick aus dem Fenster zu werfen, so sah sie aus, halb nackt, wahrscheinlich auch schon halb erfroren. Ich stand auf, und reichte ihr dann meine Hand, um ihr auf zu helfen. "Noch einen Bestimmten Ort im Sinn, an den du gern möchtest? Wir könnten natürlich auch zurück, und uns in der Schwimmhalle etwas aufwärmen" War so mein Vorschlag, den hatte ich natürlich ausgesprochen, ohne genau darüber nach gedacht zu haben.
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BeitragThema: Re: Die Klippen   Mi März 26 2014, 23:41

In erlich zerfraß mich die Scham wie ein wildes Tier seine Beute zerfetzt. Außen sah man davon nur eine zarte Röte, die meine Haut überzog. Ich murmelte so leise, dass er es nicht verstand: "verdammt sie die Impulsivität!" Dann sah ich wieder zu ihm "Mir ist das ehrlich gesagt egal, kannst du dir aussuchen" ich versuchte mich an einem Lächeln, das zwar als solches durchgehen würde, meine Augen jedoch nicht erreichte. Ich versuchte wirklich, wieder normal zu sein, denn ich verstand ihn wirklich gut. Ich verstand, dass er überrumpelt war und damit nichts anfangen konnte, schließlich konnte ich das auch nicht.
Die Kälte in meinen Gliedern war wie weggeblasen, als ich nun aufstand, doch die kalte Enttäuschung in meiner Brust blieb. Ich versuchte wirklich sie zu vertreiebn, doch sie kam immer wieder zurück, hartnäckig wie Kalk. "Aber wenn du magst, zeige ich dir mein Lieblingsplätzchen hier auf den Klippen. Sofern du keine Höhenangst hast und ein bisschen klettern kannst" ich legte dich Kopf schief und blickte fragend zu ihm hoch.
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