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 Der Brunnen

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BeitragThema: Der Brunnen   Fr Jan 03 2014, 02:39

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BeitragThema: An Lynn!   So Jan 12 2014, 22:27

Ich wanderte ziellos auf dem Schulgelände umher. Seit dem ich hier angekommen war, wusste ich nicht all zu viel mit meiner Zeit anzufangen. Ich hatte meinen Zimmernachbar noch nicht kennen gelernt, aber ich hoffte innigst darauf, dass es nicht so ein verklemmter besserwisserischer Kleptomane war der mich auf Schritt, und tritt verfolgte wie der letzte Typ mit dem ich mir ein Zimmer teilen musste. Es war ja an sich ne tolle Sache gemocht, und respektiert zu werden, aber ein gewisses Maß an Privatsphäre, musste schon drin sein. Ich hatte mir in der Zeit sogar eingebildet Paranoid geworden zu sein, und hatte mich einen Besuch bei der Schulpsychologin unterzogen, die mir meine Ängste dies bezüglich jedoch gleich wieder genommen hatte. Ich hielt mich viel lieber draußen in der Natur auf, als in einem Gebäude, das meiner Erfahrung nach um diese Jahreszeit besonders gefragt war. Tief atmete ich die kühle Luft ein, und summte vor mich hin. Dabei entging mir nicht, wie außerordentlich beeindruckend das Gelände war auf dem ich mich befand. Es bot allerhand, und natürlich wusste ich wo ich die Zeit in den schöneren Stunden verbringen würde. Auf dem Sportplatz. Auch, wenn es mir nichts ausmachte selbst im Winter zu trainieren, hauptsache ich musste drinnen nicht versauern. Mein Blick fiel auf eine freigelegte Fläche an der ein Brunnen stand. Sprachlos von dessen überwältigtem Anblick, rührte ich mich erst einmal nicht vom Fleck. Ich wollte den Moment auf mich wirken lassen. Dies hatte meine Schule auf der ich vorher gewesen war bei weitem nicht zu bieten gehabt. An sich war sie etwas ausbeserrungs fähig gewesen, und wenn ich ehrlich war war ich froh diesen Ort nie wieder aufsuchen zu müssen. Langsam machte ich einige Schritte auf den Brunnen zu, und blieb direkt vor ihm stehen.
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BeitragThema: Re: Der Brunnen   So Jan 12 2014, 22:43

Wo sollte ich einen so wundervollen Tag verbringen wenn nicht draußen? Ich nahm mir mein Buch - Seelen - und machte mich auf die Suche nach einem ruhigen Ort zum lesen. Diesem fand ich schließlich mit dem Brunnen. Ich ließ mich auf dessen Rand nieder, legte mich auf den Rucken und ließ eine Hand im Wasser baumeln, während meine Augen und mein Verstand gierig Zeile für Zeile des Textes vershclangen. Das kühle Wasser und die frische Luft brachten mich dazu, mich vollends zu entspannen. Das Wasser liebkoste mich wie eine Freundin. Streichelte meine Haut und schien durch diese hindurchzudringen bis in meine Adern. Und von dort aus weiter in Mein Herz. Schon immer war ich tief mit dem Wasser verbunden gewesen, hatte es geliebt so wie das Wasser mich.
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BeitragThema: Re: Der Brunnen   So Jan 12 2014, 23:16

Irgendwie hatte dieser Ort etwas magisches, etwas spirituelles an sich. Ich kannte mich mit so etwas nicht aus. Wir hatten mal eine Nachbarin, die meiner Mutter wöchentlich zu sich nach Hause eingeladen hatte, und ihr angeblich die Zukunft vorhergesagt hatte, in dem sie ihr Handfläche in Augenschein genommen hatte. Dann hatte sie ihr noch die Karten gelegt, und allerlei Zeugs gegen böse Geister, und Dämonen angedreht. So gut mich meine Eltern in meiner Kindheit auch beschützt hatten, bei der ollen Esoterik vergötternden gruseligen, Nachbarin hatten sie wohl keinerlei zweifel gehabt, das ich gut bei ihr aufgehoben wäre. Sie hatten mich oft bei ihr untergebracht, wenn meine Mutter mit meinem Vater mal wieder auf Reisen gewesen war. Wie sehr hatte ich auf die Tage hin gefiebert, an denen ich wieder durch die Tür unseres Hauses gehen, und dieser Frau den Rücken zukehren konnte. Ich weiß noch, in ihrer Wohnung lag immer dieser äußerst penetrante Duft von Räucherstäbchen, und Knoblauch -den sie über jeder Tür hängen hatte, und davon behauptete es würde sie vor Vampiren schützen- in der Luft. Sie trug immer dieses lange bunte Kleid, das nur aus zusammen genähten Stofffetzten bestand, und servierte mir jeden Tag diesen furchtbaren Weizengras Kuchen. In meinen Gedanken versunken, hatte ich gar nicht bemerkt, das ich mich in Gesellschaft einer weiteren Person aufhielt, ich nahm sie aus den Augenwinkeln wahr, und stellte fest, das ich ihr hier noch nie zuvor begegnet war. Musste sich wohl auch um eine Schülerin handeln. Sie las ein Buch, und schien mit ihren Gedanken weit weg, und in den Zeilen versunken zu sein. Musste ja wirklich spannend sein, wenn sie mich nicht mal eines Blickes würdigte. Ich wurde in der Gegenwart von Menschen immer leicht nervös, besonders, wenn ich sie nicht kannte, und wenn ich sie vorher nicht in Augenschein nehmen konnte. Leicht begutachtete ich sie, wobei ich ihr Gesicht nicht erkennen konnte, da sie es hinter dem Buch zu verstecken wusste.
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BeitragThema: Re: Der Brunnen   Mo Jan 13 2014, 19:26

Irgendwann musste ich mein Gewicht verlagern, da ein Steinchen mir unangenehm in den Hinterkopf drückte. Meine langen, goldblonden Haare breiteten ich um mich herum wie ein Heiligenschien und einige der Strähnen hingen ins Wasser. Wie Seegras wogten sie darauf hin und her, wurden von dem Wellen angehoben und sanken wieder ab. Das Wasser intensivierte ihre Farbe und der Sonnenschein ließ sie glühen, sodass sie sich stark vom dunklen Brunnengrund abhoben. Mein Buch hielt ich mit beiden Händen über meinem Gesicht, sodass es die Sonne abschirmte. Dadurch verdeckte es aber auch den Jungen, den ich bisher noch nicht bemerkt hatte. Leise tönte 'Lass jetzt los' aus meinem Handy, die Version, die ich selbst aufgenommen hatte. Etwas lauter sang ich mit, auch wenn ich mich dadurch nicht mehr auf das lesen konzentrieren konnte. So schloss ich die Augen und ließ das Buch auf meine Brust sinken. Die Hände ließ ich locker von meinem Körper herunterrutschen, sodass die eine vom Rand des Brunnens baumelte und die andere ins Wasser hing. Zufrieden lächelten meine Lippen, ohne dass ich etwas dazu tun musste. Die Sonnenstrahlen streichelten mein Gesicht und ließen meine Haut in einem warmen Bronzeton schimmern, sie färbten meine Lider blutig rot und kribbelten auf meiner Kopfhaut. Mein Haar schien von der Kopfhaut aus durch flüssiges Gold ersetzt zu werden, meine Lippen schimmerten zartrot.
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BeitragThema: Re: Der Brunnen   Mo Jan 13 2014, 20:40

Irgendwas an der Szenearie faszinierte mich gerade. Die langen Haarsträhnen der Unbekannten langen im Wasser, und mir lief ein kalter Schauer den Rücken hinab. Es herrschten Minus Grade hier draußen, es lag zwar kein Schnee jedoch war es Winter. Viel mehr konnte man eigentlich nicht mehr auf eine Erkältung hinarbeiten. Aber vielleicht war es eben genau, das was sie wollte, eine Erkältung bekommen. Ich hatte bis jetzt noch keinen Unterricht besucht gehabt, weil keiner stattfand, aber eventuell war sie schon länger auf der Schule, und hatte eben einen guten Grund gerade dem fern bleiben zu wollen. Da würde einem eine Grippe wohl sehr gelegen kommen. Zugegeben ich hatte mir auch schon die merkwürdigsten Dinge einfallen lassen, um mich vor der Schule zu drücken, aber ich konnte mir nicht vorstellen, das man dieser hier entfliehen wollte. Sie machte einen recht annehmbaren Eindruck auf mich, und ich war mir sicher, das man sich hier wirklich ein leben, und wohlfühlen konnte, wenn man es denn nur wollte. Ich erschrak leicht als die Stille auf einmal von ihrem Handy durchbrochen wurde. Ich kannte dieses Lied, natürlich, leicht musste ich die Augen verdrehen. Es erinnerte mich nur unnötig an die letzte gescheiterte Beziehung, und passte mir gerade so gar nicht. Ich wollte schon kehrt machen, als ich sah, das sie ihr Buch sinken ließ, jedoch waren ihre Augen geschlossen. Ich atmete tief durch, war ich doch froh, das sie nicht direkt sah, das ich sie anstarrte wie ein stalker. Ihr einer Arm war jetzt ebenfalls im Wasser verschwunden, die Gänsehaut breitete sich über meinem Körper aus. Dem Mädchen schien es jedoch nichts auszumachen, ich zuckte nur die Schultern, und wandte mich zum gehen, doch dann blickte ich fraglos um mich. Welcher Weg hatte mich eigentlich hier her verschlagen? Ich seufzte schwer auf, typisch ich, ich besaß wirklich null Orientierungssinn. Schweigend, ging ich auf den Brunnenrand zu, setzte mich neben den Blondschopf, versuchte mich mit einem leisen räuspern bemerkbar zu machen, und begann das Gespräch mit den Worten „Eine wirklich überragende Stimme“ Vielleicht konnte sie mir ja helfen den Weg zurück zu finden, jedenfalls setzte ich auf sie.
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BeitragThema: Re: Der Brunnen   Mo Jan 13 2014, 21:15

Ich sank tiefer und tiefer in die Musik, meine Stimme wob einen dichten Kokon aus friedlichen Tönen um mich. Ich bemerkte die Kälte des Wassers auf meiner Haut gar nicht, ich schwamm ja auch um diese Jahreszeit in der Ostsee. Doch als seine stimme mich hart aus meinen Träumen riss, musste ich schmerzlich feststellen, das mein Kokon nicht wirklich stabil und undurchdirnglich war, wie es jener aus Wasser war, der mich beim Surfen umgab. Dieser hier war zerbrechlich wie eine Glasfigur. So sorgfältig man ihn auch fertigte, ein zu harter Griff und das Werk zersprang in tausend Stücke. Leicht ärgerlich setzte ich mcih auf und sah ihn mit kühlen, eisblauen Augen an. "Danke..." antwortete ich nach einer Pause auf sein Kompliment. Ich sah ihm seine Verwirrung irgendwie an, auch wenn ich nicht wusste, ob es ein bestimmter Zug um seinen Mund war oder ein Schimmer in seinen Augen. Ich wusste einfach, das er irritiert war, von was oder wem wusste ich jedoch nicht. "Kann ich dir helfen?" fragte ich daher. Meine Haare lagen nass auf meinem Top und der dünnen Jacke darüber, deren Ärmel bia zum Ellenbogen hochgekrempelt waren, und hinterließen dunkle Flecken dort, wo das wasser in den Stoff sickerte.
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BeitragThema: Re: Der Brunnen   Mo Jan 13 2014, 22:22

Ich musste hart schlucken, es sah nicht so aus als würde sie sich über etwas Gesellschaft freuen. Ihre blauen Augen fixierten mich kalt, und ich fühlte mich fast schon etwas schuldig sie angesprochen zu haben. Leicht nervös biss ich mir auf die unterlippe, war es klug sie jetzt auf mein Anliegen anzusprechen? Vielleicht sollte ich sie besser in frieden ihr Lied singen lassen. Andererseits jedoch war ich auf ihre Hilfe angewiesen, und konnte jetztnicht so ohne weiters das Feld räumen. Sie bedankte sich bei mir doch ich hatte das Gefühl das sie das was ich zu sagen hatte gar nicht hören wollte. Ich lächelte sie milde an, war ich doch nicht darauf aus mich direkt unbeliebt bei ihr zu machen. "Entschuldige ich wollte dich nicht erschrecken oder mit meiner Anwesneheit belästigen" erklärte ich ihr schell bevor sie noch auf die idee kam, das ich keine ehrenhaften absichten hatte. "Es war einfach nicht möglich dich zu überhören." erklärte ich den Umstand erneut. Ich sah sie entschuldigend an. "Du brauchst dich nicht zu bedanken ich hab dir gern zugehört" Immer noch lächelnd stellte ich bestürzt fest, das ich mich bei ihr noch gar nicht vorgestellt hatte. Etwas zögerlich fuhr ich mir durch die haare, bevor ich ihr meine Hand reichte. "Ich bin übrings Jamie" damit war das auch erledigt, und ich könnte mich der Frage widmen die sie an mich stellte, und die mir sehr gelegen kam. "Ja" ich nickte ihr beschämt zu. "Ich glaub ich hab mich ein wenig verlaufen, ich nehme an das du schulerin des liberty bist, und mir vielleicht den weg zurück zum Schulgebäude zeigen kannst?" fragte ich sie hoffnungsvoll.

/ Sr bin mit handy on färbe später nach!
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BeitragThema: Re: Der Brunnen   Mo Jan 13 2014, 23:28

Irgendwie ist er ja schon süß mit seiner Unbeholfenheit... überlegte mein Unterbewusstsein. Nein! Er ist ein Stalker! hielt mein Verstand dagegen und mein Herz piepste dazwischen Jetzt gebt ihm doch mal eine Chance! Ihr kennt ihn doch gar nicht! Schlussendlich gab ich dem Herzen den Vorzug und mein Blick wurde milder. Als er sich vorstellte, musste ich lächelt. Meine Finger strichen liebevoll über den Einband meines Buches. "In dem Buch gibt es auch einen Jamie. Ich hab ihn mir immer vorgestellt wie dich... Also vom ersten Eindruck her erinnerst du mich an ihn...." gab ich leise zu. Gleichzeitig spürte ich, wie mein Gesicht heiß wurde, als mir das Blut in den Kopf schoss und meine Wangen rot färbte. Aus einem ganz simplen Grund war es mir peinlich, das zu sagen. Ich meine, was war das denn für ein Satz: Du siehst aus wie jemand aus meinem Buch. Mein Unterbewusstsein und mein Verstand verdrehten genervt die Augen, aber mein Herz klopfte aufgeregt und stolz gegen meinen Brustkorb.
Als er auf sein Anliegen zu sprechen kam, verzogen sich meine Mundwinkel zu einem säuerlichen Lächeln. "Ist ja nicht schlimm... Und du hast mich auch nicht unbedingt gestört... Es ist nur, das diese ... friedlichen Momente relativ selten sind für mich... Also, um deine Frage zu beantworten: Ja, kann ich. Eine andere Frage ist es allerdings, ob ich es mache" gespielt nachdenklich legte ich den Kopf schief. Als ich jedoch seinen Bliick sah, fing ich an, glockenhell zu lachen. "Glaubst du echt, ich würde einen Knappen in Not einfach so im Stich lassen? Das wäre nicht die feine englische Art" Mit einem Zwinkern erhob ich mich. "Na komm, wollen wir dich doch mal zum Schloss zurückbringen" Meine Augen funkelten belustigt und ich nahm mit einer einzigen Bewegung Handy und Buch vom Brunnenrand auf. Das Buch wanderte unter meinen Arm und das Handy in meine Hosentasche. Als ich die Hand drehte, wurde ein pechschwarzes Zeichen auf meinem inneren Handgelenk sichtbar, welches ich dort mit Kugelschreiber aufgebracht hatte. Die 'Rune der Furchtlosigkeit'
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BeitragThema: Re: Der Brunnen   Di Jan 14 2014, 13:35

Oh Gott, das wars, schoss es mir durch den Kopf. Gleich würde sie mich für meine Unverfrorenheit Ohrfeigen, aufspringen, und mich darüber aufklären was für eine unverschämtheit es war sie einfach so aus heiterem Himmel zu überfallen. Ich schickte meinen Blick in alle Richtungen nur nicht auf sie um damit ich nicht mit ansehen musste wie, das böse in ihren Augen die Oberhand ergriff. Als ich mich nach ein paar Minuten jedoch wieder traute sie anzuschauen, lag etwas friedliches fast schon freundliches in ihrem Blick. „Dann muss Jamie wohl ein hoffnungsloser Fall sein“ Schlussfolgerte ich aus ihrem Satz so kam ich mir zumindest gerade vor. Ich kam nicht ohnehin zu bemerken, wie ihr die röte heiß ins Gesicht schoss, ihre eigenen Worte waren ihr wohl unangenehm. Ich erhaschte einen kurzen Blick auf ihr Buch, welches sie in den Händen trug, doch der Titel sagte mir gar nichts. Nur ein weiterer Beweis dafür, das ich zu selten eins zur Hand nahm, vermutlich war es gerade der beliebteste Besteller unter den Büchern, und ich hatte mal wieder überhaupt nichts davon mitbekommen. Als sie mir mitteilte, dass ich sie nicht störte, dass ich mich in ihrer Nähe aufhielt, atmete ich erleichtert auf. „Das beruhigt mich ungemein“ sagte ich schnell, und es war die Wahrheit. „Ja das, glaub ich dir aufs Wort. Auf einem Internat hat man wohl recht selten die Möglichkeit sich dem Alltag mal zu entziehen, und ein wenig Zeit für sich, und seine Gedanken zu finden“ Man war ja auch die meiste Zeit von Mitschülern umgeben, und man hatte auch keinen wirklichen Rückzugsort den man für sich allein beanspruchen konnte. Meine Hoffnung schwand für einen kurzen Moment dahin, als sie sagte sie wäre sich nicht sicher, ob sie meiner Bitte nachkommen würde. Doch als ich sie dann ansah wie ein von der Herde getrenntes Lamm, lachte sie auf einmal auf. Ich musste grinsen, als sie mich einen Knappen nannte. „Natürlich wäre ich der netten Lady auf ewig zu dank verpflichtet.“ War mein Kommentar dazu, und als sie aufstand, erhob ich mich ebenfalls. Sie hatte mir zwar noch nicht ihren Namen verraten, aber den würde ich mit Sicherheit noch heraus finden.
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BeitragThema: Re: Der Brunnen   Di Jan 14 2014, 18:58

Mein Blick war nun wirklich friedlich, auch wenn mein Verstand und mein Unterbewusstsein noch immer misstrauisch schauten und mein Herz anschrien: Was fällt dir eigentlich ein?? Du kennst ihn genauso wenig wie wir! Auf diese Anschuldigungen hin zuckte mein Herz nur lächelnd die Schultern und richtete seine Aufmerksamkeit wieder auf Jamie. "Nein, er ist kein hoffnungsloser Fall. Er ist zwar noch ein Kind, aber er ist einer der stärksten Charaktere. Er glaubt steif und fest an etwas, oder besser an jemanden, der ihm etwas bedeutet, auch wenn dieser jemand eigentlich tot sein müsste..." murmelte ich gedankenverloren, da ich dem Streitgespräch meiner Seele zuhörte. "Und ich glaube auch nicht, das du ein hoffnungsloser Fall bist. Du bist dem Jamie aus dem Buch wahrscheinlich ähnlicher als du denkst..." Als er meine Aussage zu meinem Schwelgen in der Einsamkeit und der Ruhe kommentierte, musste ich wieder lachen. Nun wendete ich meinen Blick wieder von meinen Streitenden 'Innereien' ab und auf ihn. "Naja, so schlimm ist es auch wieder nicht. Man hat auch hin und wieder mal Gelegenheit, für sich zu sein. Zum Beispiel mit einem guten Buch und Musik. Dann kann noch so viel um einen herum sein, man selbst ist ruhig. Zumindest ist das bei mir so" Ich ging einige Schritte neben ihm her, während er meinte, dann wäre er der 'netten Lady' zu Dank verpflichtet. Das brachte mich zum Schmunzeln "Die nette Lady kann auch ziemlich kratzbürstig und fies sein, wenn sie will" warnte ich ihn mit einem frechen Funkeln in den Augen. "Aber bis dahin fühlt sie sich geehrt, dem Knappen helfen zu dürfen. Sonst ist es ja eher andersrum, oder?"
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BeitragThema: Re: Der Brunnen   Di Jan 14 2014, 20:37

Ich Schmunzelte leicht. "Dann ist er ja ein richtiger Held. Menschen sollten immer aneinander glauben, unabhängig davon was sie verbindet oder was in der vergangenheit passiert ist" teilte ich ihr meine Meinung mit. Es war ein schöner Gedanke, jemanden zu haben der einen immer zur Seite stand, jemanden auf den man sich verlassenn konnte. Gab es doch immer weniger menschen denen man sich vollstens anvertrauen konnte. Mich wunderte es, das sie so von mir dachte waren wir doch in keinster. Weise vertraut mit einander. Wahrscheinlich war es wirklich so das mir andere immer mehr zutrauten als ich mir selbst. Und, das hatte nichts mit bescheidenheit zu tun, ich bin schon immer etwas selbst kritisch mit mir selbst im umgang gewesen. "Also ist es hier ganz gut zu ertragen?" fragte ich sie. EEine Weile waren wir schon gegangen, und ich hörte ihr aufmerksam zu als sie sprach. "ich hoffe nur ich habe dir keinen Grund gegeben die krallen auszufahren" das letzte was ich wollte war in einen Streit zu geraten. "Ich leugne nicht das ich mich hilfsbereit zeige wo ich kann, jedoch gebührt diese hilfe nicht nur dem weiblichen Geschlecht" hielt sie mich etwa für einen dieser Männer der Jeder Frau die seinen weg kreuzte schöne Augen machte? Das traf nun wirklich nicht auf mich zu. Ich war nicht der jenige der immer alles schnell haben wollte. Alles braucht eben seine zeit. Ich eroberte selbstverständlich gern, aber nur wenn echte Gefühle dabei eine Rolle spielten.
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BeitragThema: Re: Der Brunnen   Mi Jan 15 2014, 20:04

Ich nickte nachdenklich "Allerdings, das ist er... Er gibt seine Schwester nicht auf, obwohl sie von einem Alien besessen ist und vorher in einen leeren Aufzugschacht gesprungen ist..." Bevor ich begann, ihm den Inhalt und die Hintergründe der Geschichte von 'Seelen' vorzubeten, biss ich mir schnell auf die Lippe. Einen Moment stahl sich Schmerz in meinen Blick. Ich hatte niemanden, dem ich so sehr vertrauen konnte, dem ich bedingunslos mein Leben anvertrauen würde. Meine 'Eltern' (eigentlich Adoptiveltern, weiß Lynn aber nicht) waren mehrere Stunden entfernt und sonst hatte ich niemanden. Keine Geschwister, keine Onkels, Tanten oder Großeltern. Bisher hatte ich mich nur meinem Tagebuch anvertraut, das mittlerweile eher ein Tageroman war, denn es umfasste mehrere dicke Bücher, die vollgeschreiben waren mit Geschichten, Gedichten und Liedern, die meine Seele wiederspiegelten sowie einfachen Berichten, was mir im Kopf herumspuckte. Als er meinte, er würde auch den Männern helfen, nickte ich wieder "Man sollte immer helfen, nicht wahr? Egal, ob Mann oder Frau, schwarz, weiß, gelb oder rot..." philosphoierte ich leise vor mich hin. Ich hielt ihn ja keineswegs für einen Aufreißer, dafür kannte ich ihn zu wenig. Sollte sich herausstellen, das er doch einer war, dann war das sein Problem. Allerdings bezweifelte ich das stark, er kam mir ehrenhafter vor als diese Art von Mann. Meine Füße trugen mich ganz automatisch den Weg entlang auf das Hauptgebäude zu, ohne das ich darüber nachdenken musste. "In welche Klasse gehst du eigentlich?" fragte ich, als wir noch ein paar Schritte entfernt waren. Dann fiel mir etwas ein. Verlegen sah ich ihn an. "Ich bin übrigens Lynn..." murmelte ich.
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BeitragThema: Re: Der Brunnen   Mi Jan 15 2014, 21:15

Von einem Alien besessen? Ich sah sie überrascht an. Ich hätte nicht gedacht, das sie sich für derartige Lektüren interessiert. Mädchen träumten sich doch eher mit Liebesromanen in das Herz ihres angebeteten, und lasen keine Geschichten über Außerirdische. „Sie ist in einen Aufzugschacht gesprungen?“ Mich wunderte schon gar nichts mehr, ich hatte Leute kennen gelernt, die ihr Leben noch weniger wertschätzten als Dreck, und es auf Arten beendet hatten, auf die kein normaler Mensch jemals kommen würde. Zu was einem Verzweiflung doch alles führen konnte. „Rassismus, und Rassentrennung gehören für mich nicht in diese Welt. Die , die zu so etwas anstiften, das sind die wahren Menschen die man meiden sollte“ Natürlich würde ich nie verstehen, wie es jemals zu so einem Szenario wie dem Holocaust kommen konnte. Ich hatte es versucht nachzuvollziehen, aber es war mir nicht gelungen, ich dachte einfach in eine ganz andere Richtung. „In die 12“ Antwortete ich ihr, wobei ich mit meinen Gedanken immer noch halb bei der Wut war, die von mir Besitz ergriff, wenn ich an so etwas wie Juden vernichtungs- Lager dachte. Etwas schüchtern stand sie da, und teilte mir ihren Namen mit. „Freut mich Lynn, ehrlich“ Wir standen schon fast vor dem Schulgebäude. „Nun, ich denke ein Dankeschön ist angebracht“ sagte ich, und schob die Hände in die Taschen meiner Jeans.
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BeitragThema: Re: Der Brunnen   Mi Jan 15 2014, 21:31

"Ja, sie wollte vor den Bodysnatchern fliehen, und wollte lieber sterben als von einem Parasit übernommen zu werden. Also ist sie gesprungen" Auf seine nächste Äußerung nickte ich mit einem kleinen Lächeln und meinte dann "Naja, in jedem Menschen steckt etwas Gutes, man muss es nur finden..." Als er scih bei mir bedankte, nickte ich "Gern geschehen" meinte ich ehrlich. Ein schmaler Streifen Sonnenlicht fiel auf meine Augen und Haare, brachte beides zum Strahlen. Obwohl meine Augen noch immer traurig waren, funkelten sie doch in einem strahlenden Eisblau, während meine Haare in einem warmen Gold glänzten. Der Wind frischte auf und trieb relativ schnell wieder Wolken vor die Sonne, dicke, schwarze Wolken, die ein Gewitter ankündigten. "Ich würde mich freuen, wenn wir uns mal wieder sehen würden" murmelte ich nach einer Pause und sah ihn an. Er war etwas größer als ich, sodass ich zu ihm empor blickte. Irgendetwas an ihm zog mich an, wie ein Magnet einen Nagel anzieht. Und doch wusste ich nicht, was es war. Denn gleichzeitig jagte er mir irgendwie Angst ein. Und diesdes Gefühl war es auch, das mich meinen letzten Satz bereuen ließ. Unsicher machte ich einen Schritt zurück, um etwas Abstand zwischen uns zu bringen, in meinen Augen flackerten nun Verletzlichkeit und Angst. Ich wusste genau, was der Auslöser für diese Gefühle war. Ein fehlender Anker. Ich hatte nichts und niemanden, der mich mit dieser Welt verband, der mir helfen würde, der mir Schutz bieten könnte. Ich hielt meinen Blick gesenkt, obwohl ich mir sicher war, das er trotzdem sehen konnte, was in mir vorging. Noch während ich die Kieselsteine auf dem Weg betrachtete, begann es aus heiterem Himmel zu regnen.
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BeitragThema: Re: Der Brunnen   Do Jan 16 2014, 14:52

„Verständlich, wem würde es schon gefallen, wenn sich ein anderer dem eigenen Körper bemächtigen will“ Ich glaubte nicht daran, das jemals eine andere Spezies die Erde aufsuchen würde, um sie zu zerstören, und alles Leben auf ihr auszulöschen. Ich glaubte lediglich daran, das es Leben mit Ausnahme von uns im Universum gab, vermutlich auch intelligentes. Es gab so viele Galaxien, die von uns immer unerforscht bleiben würden, wir waren sicher nicht alleine. „Sicher“ Was sie sagte stimmte schon, irgendwo hatte jeder Mensch seine guten Seiten, auch wenn sie bei manchen schwer zu finden waren. Meistens nahmen wir uns eher nicht die Zeit, um sie zu suchen, wir steckten lieber alle in eine Schublade, und beschäftigten uns nicht weiter mit jenen die uns nicht ins Bild passten. Ich lächelte bei ihren Worten glücklich auf. „Man läuft sich bestimmt mal wieder über den Weg“ Doch dann machte sie etwas, was mich auf stutzen ließ. Sie entfernte sich einen Schritt von mir, und wirkte eingeschüchtert, und es lag so viel zerbrechlichkeit in ihrem Blick. Ich öffnete den Mund, wollte etwas sagen, doch plötzlich fing es ohne Vorwarnung zu regnen an. Die Wassertropfen perlten von meinen Haaren, und ich spürte die kalte Nässe auf meiner Haut. „Komm, wir sollten gehen. du wirst dich noch erkälten“ sagte ich, streifte mir die Jacke von den Schultern, und legte sie ihr über.
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BeitragThema: Re: Der Brunnen   Do Jan 16 2014, 19:47

Ein eiskalter Schauer lief mir über den Rücken, allerdings nicht wegen des Regens. Ich liebte den Regen, wie ich jede Form von Wasser liebte. Als seine JAcke mich berührte, zuckte ich fast unmerklich zusammen. Sie war noch warm von seinem Körper und stand damit in einem krassen Kontrast zu meiner eigenen Haut, die mittlerweile blass und kalt geworden war. Obwohl ich auch draußen geblieben wäre, folgte ich ihm nach drinnen. Warum genau? Ich hatte keine Ahnung. Es war total irrsinnig, jetzt mit ihm hineinzugehen. Drinnen waren die Fluchtmöglichkeiten stark eingeschränkt, sollte ich dem Fluchtreflex nahgeben. Was ich nicht vorhatte. Ich wollte mich jetzt nicht der Schwäche hingeben und einfach verschwinden, egal, wie gerne ich das gemacht hätte. Egal, ob wir durch Türen, Flure oder Räume gingen, ich achtete immer darauf, ihm nicht zu nah zu kommen. Warum ich jetzt so Angst hatte? Puh, fragt mich was leichteres! Entweder erinnerte mich an jemanden, den ich eigentlich vergessen hatte, oder es war eine böse Vorahnung. Beides konnte ich mir nicht besonders gut vorstellen. Er hatte nichts Bedrohliches oder Gemeines an sich, also gab es eigentlich keinen Grund, mich vor ihm zu fürchten. Eigentlich. Und doch tat ich es. Mein Herz - das sich jetzt auf die seite von meinem Unterbewusstsein geschlagen hatte und nun gegen meinen Vertand wetterte - schlug laut und schnell gegen meinen Brustkorb, als wollte es ihn sprengen. Mein Atem ging flach und leicht keuchend, während ich so hinter ihm herging.
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BeitragThema: Re: Der Brunnen   So Jan 19 2014, 14:35

Ich fuhr mir durch die nassen Haare, und in mir kam der Wunsch nach einer heißen Dusche auf. Ich betrachtete Lynn aus den Augenwinkeln. Warum war sie denn jetzt mit einem mal so komisch geworden? Hatte ich irgendetwas falsch gemacht? Mein nächster gedanke war schnell von hier zu flüchten, ihr ihre ruhe zu lassen, ihr die Zeit zu geben sich ordnen zu können, bisschen die Freiheit zu lassen, damit sie sich wieder beruhigen konnte. Das war doch kein Zustand. Doch, das schlimmste war, das ich mir einredete, das ich an ihrem Verhalten schuld war. Innerlich seufzte ich auf. Ich sollte sie jetzt besser nicht drauf ansprechen, vielleicht irgendwann, wenn sie mir mal wieder über den Weg lief. "Danke fürs herbringen, du bist eine lebensretterin" Scherzte ich, und beobachtete sie ganz genau, vielleicht würde sich ja so was wie ein lächeln sehen lassen. Aber vermutlich war es vergebens.


// wir sollten übrings langsam mal den ort wechseln!
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BeitragThema: Re: Der Brunnen   So Jan 19 2014, 20:28

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